Glenn Love tritt mit seinem dritten Longplayer „ Cryptesthesia“ in die Fußstapfen des Dark-Electros und Industrials, ohne seinen bisherigen Weg des Ambient und Celtic Folk gänzlich zu verlassen. Und was dabei herauskommt, kann sich getrost auch in der Schwarzen Szene hören lassen. Mit „Cryptesthesia“ beweist dieser ehrgeizige Underground-Künstler aus Toronto (Kanada), dass er auch elektronische Industrialmusik arrangieren kann. Die Tracks erklingen fließend und unbeschwert aus den Boxen. Durchgehend ertönen eindringliche und beachtlich komponierte Melodien, welche vereint mit den rhythmischen Beats harmonieren.
Besonders auffällig bei „Cryptesthesia“ ist, dass Glenn Love erstmalig eigene Vocals zum Einsatz bringt und das sowohl in englisch als auch in deutsch ("Schnee von gestern" und "Sagt mir wo"). Auch der ein oder andere Sprachsample macht sich hier und da bemerkbar.
FAZIT: Damit hat Glenn Love wirklich ein feinsinniges Album geschaffen, welches meiner Meinung nach auch die Leistung aufbringt, die Clubs zu erobern. Jedoch könnte Glenn Love in Zukunft etwas mehr Abwechslung einbauen und diesem typischen Sound noch etwas mehr Eigensinn verpassen.
Anspieltipps: "Death Desire", "Schnee von gestern", "Nuit Musee", „Hang on“